Businessportraits oder Bewerbungsfoto
Businessportraits vs. Bewerbungsfoto
Manchmal ist es nicht einfach. Der eine redet vom Bewerbungsfoto, der andere vom Businessportrait und ein dritter bringt die „Branding-Fotografie“ ins Spiel.
Der eine hält verschränkte Arme für selbstverständlich, der nächste sagt, verschränkte Arme gehen gar nicht.
Versuchen wir also etwas Klarheit zu schaffen!?
Machen wir uns von den Namen dieser Fotos frei und sprechen vielleicht besser über das gewünschte Ziel und den Verwendungszweck. Was möchte man mit dem Foto vermitteln und erreichen?
Der Reihe nach:
Das Bewerbungsfoto.
Gefühlt gibt es das schon ewig. Es gehört, auch wenn es nicht vorgeschrieben ist, zu jeder Bewerbung. Es ist der Einstieg in eine neue Firma. Fast wie ein erster Handschlag. Es ist das Erste, was man in der Personalabteilung von dir sieht.
Traditionell ist es aber auch immer gleich aufgebaut.
Dezenter, nicht ablenkender Hintergrund. Der Bildausschnitt beschränkt sich zumeist auf Kopf und Schulter. Oberkörper und Kopf leicht gegeneinander verdrehen. Jetzt recht freundlich und …klick. Fertig! Mitnahmefoto, 15 Minuten Aufwand, Karriere gesichert.
Manche sagen, solche Fotos können Kompetenz und Erfahrung ausstrahlen. Aber können sie das bei diesem Bildausschnitt wirklich? Man sieht schließlich nur das Gesicht und die Schultern. Hier geht es wohl mehr um Aufgeschlossenheit, Sympathie und Freundlichkeit die ich mit meinem Foto vermitteln will.
Unumstritten will man aber mit dem ersten Eindruck auch das Interesse wecken, um in die engere Auswahl zu gelangen.
Das Businessportraits.
Es ist oft zu hören, dass diese Art der Fotografie sich zumeist an Selbständige und Geschäftsführer richtet. Das sehe ich nicht so. Bei Businessportraits hat man viel mehr Spielraum.
Man kann den Bildausschnitt freier wählen. Vom Headshot bis zur Ganzkörperaufnahme. Die Location ebenso. Es können Posen und Haltungen eingenommen werden.
Abhängig von der Branche und der Position können verschiedene Ausführungen sicher Vorteile bringen.
Für beide Arten von Fotos gilt:
Dein Outfit, deine Haltung und dein Blick sind die wichtigsten Komponenten, für ein gelungenes Foto.
Wechseln wir mal kurz die Seite
Jetzt bin ich der Mitarbeiter der sich täglich zig Bewerbungsfotos anschaut! Worauf schaue ich als erstes? Beim durchscrollen der Bewerbungsunterlagen sind die Bewerbungsfotos zumeist nur Momentaufnahmen. Was möchte ich in der kurzen Zeit durch das Foto vermittelt bekommen?
Wichtig wäre mir auf jeden Fall:
- Das Foto soll Freundlichkeit ausstrahlen. Ein leichtes Lächeln und freundlich schauende Augen gehören schon mal dazu.
- Mein Gegenüber sollte gepflegt aussehen. Nicht übermäßig geschminkt oder mit zu viel Schmuck behangen. Es soll schließlich nichts ablenken.
- Ein gewisses Vertrauen zu vermitteln, wäre auch von Vorteil.
- Vielleicht sollten wir uns auch darüber Gedanken machen, einfach wir selbst zu sein und zu bleiben? Wenn man ein verrückter Typ ist, sollte man sich nicht verbiegen müssen und das auch kommunizieren. Das klingt wahrscheinlich leichter als es ist.
In der Fotografie gibt es zwar viele Regeln. In Stein gemeißelt ist davon aber keine.
Auch wenn die letzte Entscheidung immer vom Motiv getroffen wird. Persönlich würde ich ein Foto bis zur Hüfte bevorzugen.


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